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Ein weiterer Höhepunkt folgte dann 1998, als am 6. Februar im Beisein der 1996 neu gewählten Stadt- und Landkreisspitzen – Dr. Beate Merk und Erich Josef Geßner – sowie der damaligen Kultusministerin Monika Hohlmaier, die Dauerausstellung eröffnet werden konnte.


Bereits ab 1997, also vor Eröffnung der Dauerausstellung, wurde im Zusammenwirken der neu eingestellten Leitung des Kunstmuseums mit dem Leiter der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen eine Ausweitung der Räumlichkeiten für das Kunstmuseum zu Lasten des Archäologischen Museums gefordert. Begründet wurde diese Forderung mit unbefriedigenden Besucherzahlen der Ausstellung Orient und Okzident!

Die Schere der Besucherzahlen der beiden Museen ging immer mehr auseinander. Das Edwin-Scharff-Museum, mit hochkarätigem und zahlreichem Personal ausgestattet, bot jetzt jährlich zwei bis drei Sonderaustellungen, oft Übernahmen von Ausstellungen anderer Kunstmuseen, mit zahlreichen Events und großem Werbeaufwand und steigerte damit seine Besucherzahlen enorm.
Im Gegensatz dazu nahm die Zahl der Sonderausstellungen im Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung erschreckend ab. Grund dafür waren die rigorosen staatlichen Sparmaßnahmen, welche das Wissenschaftsministerium zu eigentlich unverantwortlichen Mittelkürzungen im Bereich der Denkmalpflege und der Museumsarbeit zwangen: Ein Archäologe der Staatssammlung hat sämtliche 12 Zweigmuseen zu betreuen! 

Diese Diskrepanz an Mitteln und Personal konnte verständlicherweise durch die beiden im Neu-Ulmer Archäologiemuseum ehrenamtlich führenden Mitarbeiter der Kreisarchäologie nicht ausgeglichen werden, weder durch die 1998/99 durchgeführten Themenführungen und auch nicht durch angemeldeten Führungen, vor allem für zahlreiche Schulklassen aus Nah und Fern. Auch zwei Sonderausstellungen der Kreisarchäologie, 2002 und 2007, konnten den Mangel an staatlichen Mitteln nicht ausgleichen.

Die durch die Stadt Neu-Ulm betriebene Schließung des Archäologischen Museums wurde mit Platzbedarf begründet:

  • Für die Ausstellung der Werke des Münchner Malers Ernst Geitlinger
  • Für die Schaffung eines Kindermuseums (nach Art des FEZ - Kindermuseums Berlin)
  • Für die Präsentation der Kleinskulpturensammlung

Der Großteil der Ausstellungsstücke stammte aus dem Landkreis Neu-Ulm und wurde auch auf dessen Kosten restauriert. Ein Teil der Exponate setzt sich aus Restbeständen der im Auftrag des Historischen Vereins Neu-Ulm vor dem 1. Weltkrieg vom Strasser Pfarrer Ilg durchgeführten Grabungen zusammen. Insgesamt betrugen die verbleibenden Ausstellungsobjekte mindestens 75 % der Ausstellung.

Dazu kommen noch große Bestände von Grabungsfunden der letzten zwei Jahrzehnte, die das Neu-Ulmer Depot bereits füllten und z. T. wissenschaftlich erst noch aufbereitet werden müssen. Sowohl für die Ausstellungsstücke wie auch für die im Depot eingelagerten Objekte galt es bei Auflösung des Archäologischen Museums eine sichere und klimatisierte Unterbringung zu garantieren. Sind diese beweglichen Bodendenkmäler doch wertvolles Kulturgut unseres Raumes, unersetzliche Zeugnisse des Lebens der Bewohner von der Steinzeit bis in die frühe Neuzeit. 

Eine vorläufige Bleibe für das Museumsgut wurde inzwischen in den sonst leer stehenden Räumlichkeiten der Bibliothek der ehemaligen Fachhochschule Neu-Ulm gefunden. Ein neues Museum scheitert vorerst aus Kostengründen. 

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